
Abteilungsvorstand Dipl.-Ing. Reinhard Mayr
Tel.: 07242 65801 / 204
Informationsbereitstellung, Informationsverarbeitung, Informationsauswertung, bilden eine Basis der modernen Informationsgesellschaft. Dies erfordert hochqualifizierte Ingenieure und Ingenieurinnen.
Informationstechnologie umfasst die weiten Bereiche wie Projektierung, Programmierung, Betrieb und Wartung von Kommunikationsanlagen sowie von Rechner- und Datennetzen. Darüber hinaus schließt diese Technologie auch Aktivitäten auf allen Ebenen des Internets sowie Multi-Media-Anwendungen ein.
Die höhere Abteilung für Informationstechnologie der HTL-Wels bildet junge Menschen für diese Zukunftstechnologie aus. Sie vermittelt die erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten, um diese durch den Einsatz moderner Informationstechnik in Unternehmen kompetent bewältigen zu können.
Die theoretischen Inhalte werden durch eine fundierte praktische Ausbildung und durch die Vermittlung von betriebswirschaftlichem Basiswissen ergänzt.
Der Ausbildungsschwerpunkt Systemtechnik der in der HTL-Wels ab dem viertem Jahrgang innnerhalb der fünfjährigen Ausbildung gangeboten wird, trägt den Anforderungen an eine/n universell einsetzbare/n Informationstechniker/Informationstechnikerin in einem Klein- oder Mittelbetrieb - die typischen Struktur der Betriebe des oberösterreichischen Zentralraumes - Rechnung. In diesem Sinne wird ein breit angelegtes Informationstechnologie - Wissen mit möglichst hohem Maße an Vielseitigkeit vermittelt.
Die fundierte technische Ausbildung bildet den Kern der Berufsausbildung dieser Fachrichtung und umfasst die zentralen Bereiche Computerhardware, Betriebssysteme, Netzwerktechnik, Softwareentwicklung, Medientechnik und Informationssysteme. Damit wird es unseren Absolventen und Absolventinnen ermöglicht, durch den Einsatz von Informationstechnologie Systeme zu planen, sie zu installieren, zu programmieren, zu warten und zu vernetzen. Diese umfassende allgemeine Fachausbildung schafft die Voraussetzung für die Spezialisierung im schulautonomen Ausbildungsschwerpunkt Systemtechnik. Im Ausbildungsschwerpunkt werden Kenntnisse über Planung, Implementierung, Betrieb und Optimierung der Informationstechnologie-Infrastruktur in Unternehmen vermittelt. Dazu gehören tiefgehende Kenntnisse über verteilte Systeme, Softwareentwicklung, Informationssysteme, Netzwerke und der dafür notwendigen Hard- und Software. Gleichzeitig stehen die Grundlagen zur Erhebung und Analyse der Informationsflüsse von technischen und betriebswirtschaftlichen Prozessen in einem Unternehmen und ihre Abbildung in eine geeignete Informationstechnologie-Infrastruktur im Mittelpunkt.
Bereits in den ersten Jahrgängen wird der Unterricht durch ein Computerpraktikum ergänzt, das den Schülern und Schülerinnen auch das erforderliche handwerkliche Rüstzeug für eine solide Informationstechnikausbildung vermittelt. Darüber hinaus wird der Großteil der fachtheoretischen Gegenstände durch praktische Übungen in Gruppenarbeit begleitet. Diese ermöglichen ein Vertiefen des Wissens in Kleingruppen und erfordern Teamarbeit, die für eine moderne Ausbildung eine Schlüsselqualifikation darstellt. Ab dem zweiten Jahrgang verfolgt insbesondere das Plichtfach "Informationstechnische Projekte" eine intensive Auseinandersetzung mit konkreten Problemen der Informationstechnologie. Die Einbindung speziell auch wirtschaftlicher, umweltrelevanter und ethischer Aspekte in derartige Projekte ergänzt sinnvoll die praxisnahe Ausbildung. Dies erfordert eine qualifizierte Vernetzung der einzelnen Unterrichtsgegenstände. Projekte bieten darüber hinaus die Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen und Betrieben.
Diese Ausbildung umfasst die für die HTL-Ausbildung bekannte, straffe und aktuelle Ausbildung in den allgemeinbildenden Fächern ebenso wie eine solide Fremdsprachenvermittlung, Persönlichkeitsbildung und Vermittlung von Kommunikations- und Präsentationstechniken. Die gute Allgemeinbildung bietet darüber hinaus die Voraussetzung für den allgemeinen Zugang zu den Universitäten und Fachhochschulen.
Die Ausbildung schließt mit der Diplom- und Reifeprüfung (Matura) ab. Durch die solide, breite Ausbildung stehen den Absolventen und Absolventinnen unter anderem folgende Tätigkeitsfelder offen:
Selbstverständlich berechtigt die Diplom- und Reifeprüfung auch zu einem Studium an jeder österreichischen Hochschule, Fachhochschule und Universität (für manche Studienrichtungen sind Ergänzungsprüfungen erforderlich).
Nach einer Praxis von 3 Jahren kann die Standesbezeichnung "Ingenieur" erworben werden, die von der Europäischen Union anerkannt ist.
Für die Aufnahme in die Höhere Abteilung für Informationstechnologie müssen die für die Aufnahme in die HTL erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sein, d.h. positiver Abschluss der achten Schulstufe, wobei die Fächer der leistungsdifferenzierten Gegenstände nicht schlechter als Gut in der zweiten Leistungsgruppe beurteilt sein dürfen.