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HTL Wels nimmt modernstes „Foltergerät für Werkstoff“ in Betrieb

Werkzeugprüfung auf höchstem Niveau – das bieten die Abteilungen Maschinenbau und Mechatronik ihren Schülerinnen und Schülern mit dem kürzlich erworbenen „Pendelschlagwerk“.

„Mit diesem neuen, sehr teuren Gerät wird eine massive Stahlprobe mittels Hammer mit voller Wucht durchschlagen“, erklärt Maschinenbauer Alois Mair, „diese Maschine prüft jeden Werkstoff auf Herz und Nieren. Sie ist sozusagen eine Art ,Foltergerät‘ für den Werkstoff.“

Wie bedeutsam eine solche Prüfung ist, zeigt sich am historischen Beispiel der „Titanic“, die auf ihrer Jungfernfahrt in der Nacht zum 15. April 1912 auf dem Weg von Southampton nach New York im Nordatlantik sank. Der Grund: Stahl, der im kalten Wasser versprödete. Heute werden solche Materialien eingehendst geprüft, bevor sie zum Einsatz kommen.

Zugleich entspricht das neue Gerät der HTL Wels den modernsten Sicherheitsbestimmungen. „Die Gefahr für den Menschen beim Versuch ist sicherheitstechnisch minimal“, weiß Maschinenbau-Abteilungsvorstand Ralph Mitterhuber und richtet seinen Blick auf das Kommende: „Die Zukunft des Maschinenbaues liegt im Leichtbau. Der bedarf einer maximalen Materialausnützung, wofür die Werkstoffeigenschaften bis ins kleinste Detail geprüft werden müssen.“ Einen wichtigen Beitrag dazu leistet das neue Pendelschlagwerk, mit dem der Technik-Nachwuchs an der HTL Wels umzugehen lernt. „Das ist Maschinenbau auf modernstem Level“, freut sich AV Mitterhuber.