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„CoronaWeb“ erleichtert das Schülerleben

Junge ITler programmieren erfolgreiches Tool fürs Distance Learning

Shutdown quasi von einem Tag auf den anderen – das war für Schüler, Lehrer und Eltern in Zeiten von Corona alles andere als einfach, damit umzugehen. Auf die Schnelle musste von Präsenzunterricht auf Homeschooling umgestellt werden. Und weil alles so schnell gehen musste, blieben viele Infos auf der Strecke und zahlreiche Fragen offen, etwa welche Kanäle sollten von wem wie bespielt werden? Da gingen manche lieber gleich auf Tauchstation…

Motivierte Entwickler

Nicht so Patrick Schilcher und Dominik Neugebauer. Die beiden angehenden Informationstechnologen von der 4BHIT kamen, sahen und siegten – mit einer Softwarelösung, die die benötigten Informationen rasch und für alle bereitstellt.

Schilcher: „Da am Anfang der Corona-Krise im ,Distance Learning‘ einige SchülerInnen unserer Klasse den Überblick verloren haben, wo was abzugeben ist, musste schnell eine Lösung her.“ Also machten sich die beiden intensiv Gedanken und entwickelten das „Coronaweb“.

Patrick Schilcher hat bei diesem Projekt das Backend (Serverseite) programmiert und Dominik Neugebauer das Frontend (visuell). Nach etwas mehr als einer Woche war das Tool einsatzbereit und hat der Klasse bei der Organisation geholfen.

In der Entwicklungs-Zeit stellte sich heraus, dass es auch einen Bedarf in weiteren Klassen geben würde. Aus diesem Grund wurde schon anfangs versucht, das Tool so zu erstellen, dass es für mehrere Klassen nutzbar ist. Im Laufe der Entwicklung wurde das Tool etappenweise weiteren Klassen, auch Klassen anderer Schulen, zur Verfügung gestellt. Zum jetzigen Zeitpunkt ist das sogenannte „Coronaweb“ für jede Klasse der HTL Wels, die es nutzen möchte, verwendbar.

Nutzen und Vorteile

Und wie funktioniert’s? Pro Klasse dürfen bestimmte Schüler der jeweiligen Klasse Aufgaben hinzufügen. Diese sehen dann alle Schüler der Klasse und sie können individuell für sich die Aufgabe als fertig bzw. erledigt markieren. Diese Aufgaben werden nach Datum sortiert und in die dazugehörige Kalenderwoche des Jahres einsortiert. So sieht man immer, was in der aktuellen Woche zu erledigen ist. „Somit hat man schnell einen Überblick darüber, was, wann und wie abzugeben ist und welche Aufgaben schon erledigt wurden“, erläutert Neugebauer Nutzen und Vorteile ihrer Entwicklung.

Jeder Schüler hat auch die Möglichkeit, für sich selbst Aufgaben einzutragen. Diese sieht nur der jeweilige Schüler und kann sich somit zusätzlich noch Termine notieren.

Außerdem gibt es die Möglichkeit für die Klasse, einzelne Gruppen zu erstellen, in welchen dann die dazugehörigen Schüler eingetragen werden können. Dadurch ist es möglich, dass die Schüler nur die Aufgaben angezeigt bekommen, welche sie auch wirklich zu erledigen haben. Solche Gruppen sind pro Klasse optional erstellbar.

Administriert wird das „Coronaweb“ von Patrick Schilcher und Dominik Neugebauer. Das Verteilen der Rechte bzw. die Erstellung von Klassen und Gruppen geschieht von dieser Seite aus.

Einsatzmöglichkeiten

Das „Coronaweb“ ist natürlich in der derzeitigen Lage eine enorme Hilfe. Das Tool wird aber auch nach dem „Distance Learning“ weitergeführt und weiterentwickelt, da es den Schülern auch nach der Krise beim Organisieren ihrer Aufgaben helfen kann.

Wie kommt man als Schüler dazu, es verwenden zu können? Um das „Coronaweb“ verwenden zu können reicht eine E-Mail an coronaweb.contact@gmail.com. Dann wird von den Administratoren eine Klasse mit einem Einschreibschlüssel erstellt. Diesen Schlüssel kann dann jeder Schüler der Klasse verwenden, um sich im „Coronaweb“ zu registrieren. Möchte die Klasse zusätzliche Gruppen eingestellt bekommen, reicht ebenfalls eine E-Mail.

Wer hat aller Zugriff? „Prinzipiell hat jeder Schüler der HTL Wels Zugriff auf das Tool, der uns kontaktiert“, sagt Patrick Schilcher: „Sollte jemand eine Klasse außerhalb der HTL Wels kennen, welche dieses Tool auch benötigen könnte, kann das über Rücksprache natürlich auch organisiert werden.“