HTL-Wels Logo

Weltweit einzigartiger RTW

Maschinenbauer überarbeiten überdimensionalen Rohrtransportwagen

Die beiden Maschinenbauer Fabian Hager und Mario Willinger überarbeiteten einen Rohrtransportwagen, welcher zur Rohrverlegung in Druckschächten dient.

„RTW“ – dieser Begriff regte die beiden Schüler Mario Willinger und Fabian Hager der Abteilung Maschinenbau vorerst nur zum Nachdenken an, denn selbst Techniker können mit solchen Abkürzungen nicht gleich etwas anfangen. Dabei handelt es sich um einen Rohrtransportwagen der Firma Bilfinger, welcher weltweit einzigartig ist. Die Firma Bilfinger Industrial Services GmbH ist im Bereich Schwermaschinenbau tätig und beschäftigte sich schon öfters mit dem Bau von Speicherkraftwerkleitungen.

Zu dieser Diplomarbeit sind die beiden Grieskirchner der 5BHMBT durch ihren Betreuer Ludwig Legl gekommen, welcher ihnen die Firma vorgeschlagen und die beiden motivierten Schüler ins Boot geholt hat. Von der Firma wurden sie von Ingenieur Roland Eder und Ingenieur Patrick Maurer betreut, die sich schon seit Längerem mit dem Projekt RTW beschäftigen.

Funktionsweise des RTWs

Bei dieser Art von Sondertransportmittel handelt es sich um eine spezielle Ausführung zur Verlegung von überdimensionalen Rohren, die bei Staudämmen oder Ähnlichem zum Einsatz kommt. Die Rohre dienen zum Wassertransport zwischen dem Stausee und dem Kraftwerk, dabei wird das Wasser entweder abgelassen oder hinauf gepumpt, wodurch elektrischer Strom erzeugt wird bzw. eine Energiespeicherung stattfindet.

Die Aufgabenstellung bestand darin, den bestehenden Rohrtransportwagen zu vermessen und auf fehlende bzw. beschädigte Komponenten zu untersuchen. Außerdem wurde die Vollständigkeit der 3D-Modelle und der Zeichnungsableitungen überprüft. Anschließend sollten ein neues 3D-Modell des Rohrtransportwagens und Zeichnungsableitungen der neuen Teile erstellt werden.

Glücklicherweise arbeitet die Firma Bilfinger ebenfalls mit dem Konstruktionsprogramm SolidWorks, welches auch in der HTL -Wels angewendet wird, wodurch etwaige Komplikationen mit den Zeichenprogrammen vermieden werden konnten.

Aussichtslose Situation

Als die beiden Schüler „einen Berg von Zeichnungen in die Hände gedrückt bekommen hatten, mit deren Hilfe sie den Rohrtransportwagen zeichnen sollten, wurde uns ganz anders”, sagt Mario Willinger. Nur durch aufwendiges Sortieren konnten sie sich einen Überblick verschaffen. Der nächste Tiefschlag traf sie, als sie bemerkten, dass die Zeichnungsableitungen nicht vollständig waren. Dadurch musste der Rohrtransportwagen ein weiters Mal besichtigt werden, um die fehlenden Maße der Bauteile zu ermitteln. Erst dann konnten diese Bauteile in 3D dargestellt werden.

„Nach einigen Schwierigkeiten konnten wir die ersten Fortschritte hinsichtlich Konstruktion und Berechnung verbuchen”, erzählt Fabian Hager. Somit konnten das fertige 3D-Modell sowie die neu erstellten Zeichnungsableitungen der Firma übermittelt werden, dadurch konnten die veränderten Komponenten in Produktion gehen.