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Schüler der HTL Wels verleihen Flaschen ein neues Gesicht

1. Preis bei YAEC-Wettbewerb mit teilautomatisierter Flaschenetikettieranlage als Diplomarbeit in Maschinenbau

Fotonachweis: HTL Wels

Die Konstruktion einer teilautomatisierten Flaschenetikettieranlage wählten David Gmeiner und Raimund Mitterhauser von der 5AHMBT als Aufgabe für ihre Diplomarbeit in Maschinenbau – und gewannen damit prompt den ersten Preis beim bundesweiten CAD-Wettbewerb „Young Austrian Engineers Contest“ 2021!

Den Anfang setzte ein Lehrer, welcher auf die Diplomarbeit bei der Firma BI-WAT aufmerksam machte.

Als gebürtiger Bad Ischler kannte Gemeiner die Firma BI-WAT (Bad Ischler Wassertechnik und Edelstahldesign) mit Geschäftsführer Johann Wieser bereits und so war es ein kurzer Weg zum gemeinsamen Projekt.

Die Anlage sollte für die Kleinbrauerei Strobler Bier Flaschen mit verschiedenen Flaschen- und Etikettgrößen etikettieren können. Beim Etikettieren von unterschiedlichen Flaschendurchmessern sollten keine oder nur minimale Änderungen an der Maschine vorgenommen werden.

Der Arbeitsprozess läuft folgendermaßen ab: Bei der Aufgabe werden manuell fünf bis zehn Flaschen in eine Warteschlange gestellt. Dort werden sie automatisch vereinzelt, damit auch der Etikettierprozess selbst reibungslos vonstattengeht.

Der Etikettierprozess beginnt mit dem Klemmen der Flasche zwischen drei drehbaren Rollen. Da eine davon mit einem Motor angetrieben wird, dreht sich die Flasche und in dieser Zeit wird ein Etikett durch ein Ablösesystem exakt zwischen Flasche und Anpressrolle eingezogen.

Nachdem der Klemmzylinder wieder eingefahren ist, wird die Flasche vom Förderband zur Abgabe, welche Platz für ca. 25 Flaschen bietet, transportiert.

Gefahrenquellen ausschließen

Bei Konstruktion und Aufbau war einiges zu beachten: An erster Stelle steht klarerweise die Sicherheit – mögliche Gefahrenquellen werden entweder grundlegend verändert oder durch Abdeckungen geschützt.

„Um einen reibungslosen Prozess zu ermöglichen, werden die einzelnen Komponenten einstellbar befestigt und können dadurch exakt eingerichtet werden”, erläutert Mitterhauser, der aus Pichl bei Wels stammt und dessen Stärken im CAD-Zeichnen und Animieren liegen, den Ablauf: „Wichtig ist außerdem eine gute Zugänglichkeit für die Wartung und eine potentielle Reparatur, was wiederum mit einer Profilbauweise ermöglicht wird.”

Gmeiner, der eine Vorliebe für die Automatisierungstechnik hegt, war für das Projekt Feuer und Flamme: „Die Etikettieranlage deckt viele Bereiche des gesamten Maschinen- und Anlagenbaus ab: Steuerungstechnik, Stahlbau, CADesign/Konstruktion, Pneumatik, Animation usw.“

Die beiden mussten somit in allen Teilbereichen ihr Können beweisen, damit am Ende alles perfekt funktioniert. Dabei unterstützte sie Alois Mair im Fach Konstruktionsunterricht und Kolbenmaschinen.

Weitere Platzierungen der HTL Wels:
Kategorie Advanced: 5. Platz für Simon Kohlbauer für eine Prüfvorrichtung.