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Diplomarbeit: Es gibt nichts, was nicht geht!

Maschinenbauschüler der HTL Wels entwickeln einen platzoptimierten und gleichzeitig effizienten Späneförderer

Die Schüler Alexander Aichinger und Martin Wimmer aus der 5AHMBT verbrachten viel Zeit des Corona-Shutdowns mit der wichtigen und wertvollen Arbeit an ihrer Diplomarbeit „Platzoptimierter Späneförderer“. Die noch annehmbare Entfernung zwischen den Wohnorten von Alexander Aichinger im Bad Schallerbach und Martin Wimmer in Wels erleichterte das gemeinsame Arbeiten der beiden Schüler enorm.

Durch den Ferialjob von Alexander Aichinger bei der Firma Fronius in Thalheim bei Wels, wo er auf einer CNC-Fräse der Marke Hermle (Modell C250) gearbeitet hat, kam ihm der Gedanke, dass ein Späneförderer den Arbeitsalltag der Mitarbeiter maßgeblich erleichtern könnte.

Aus platztechnischen Gründen kommt ein herkömmlicher Späneförderer jedoch nicht in Frage, dieser würde viel zu weit ausladen und somit den Angestellten der Abteilung R&D – Toolmaking & Prototyping, den Fluchtweg ins Freie verstellen. Den gebäudespezifischen Umständen entsprechend musste mit einer sogenannten Späneschublade vorliebgenommen werden.

Kratzbodenförderer

Um dem Problem mit zu großen Späneförderern von der Stange aus dem Weg zu gehen, entschieden sich die beiden Diplomanden, die Lösung des Problems selbst in die Hand zu nehmen. Von Anfang an wollten die beiden HTL-Schüler eine Diplomarbeit, die den Arbeitsalltag von Menschen erleichtert und gleichzeitig möglichst viel „reinrassigen“ Maschinenbau beinhaltet.

Der von ihnen angedachte Späneförderer soll an den vorhandenen Platz und auf die Maschine individuell angepasst werden. Die Entscheidung fiel auf einen sogenannten Kratzbodenförderer. Da die Vorteile des Kratzbodenförderers ihrer Ansicht nach überwiegen, nahmen sie die technisch komplexe Bauform des Förderers in Kauf. Das Förderprinzip ist simpel. Umlaufende Leisten auf einer Kette ziehen das Fördergut (in diesem Fall Späne verschiedener Materialien) über einen sogenannten Kratzboden aus dem Inneren der Maschine nach draußen und lassen es in einen Auffangbehälter fallen.

„Aufgeben tut man nur einen Brief!“

Der schulische Betreuer von Alexander Aichinger und Martin Wimmer, Georg Jussel, welcher auch gleichzeitig ihr Fördertechnik-Professor war, hat sie von Anfang an tatkräftig unterstützt und motiviert. Ohne die Hilfe und Unterstützung der firmenseitigen Betreuer, Harald Möstl, Johannes Neuböck, Peter Kleincek und Reinhold Fink, wäre die Diplomarbeit jedoch lange nicht so exzellent geworden.

Einige Abstimmungen halfen den beiden Diplomaden durch die schwierige Zeit des „Anfangens“ und der Ideenfindung. Wie bei allen Projekten gibt es auch bei den Zweien Höhe- und Tiefpunkte, doch sie schafften es immer wieder, sich gegenseitig zu motivieren. Dies wird auch deutlich durch die Aussage von Martin Wimmer: „Aufgeben tut man nur einen Brief“.

Von nichts kommt nichts!

Schon am Anfang ihrer Diplomarbeit mussten die beiden Schüler mit Rückschlägen und Problemen kämpfen. Die Schwierigkeiten begannen schon bei der Wahl der Kette und deren Kettenräder. Ohne lange zu zögern, wurde von den beiden tatkräftig an einer passenden Lösung gearbeitet. Dies bestätigt auch die Aussage von Alexander Aichinger: „Es gibt keine Probleme, sondern nur Herausforderungen“. Und die meisterten die beiden angehenden Maschinenbauer bis zum erfolgreichen Abschluss!