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Höhere Abteilung für Mechatronik


Fächerübergreifendes Wissensgebiet 

Die Mechatronik ist ein fächerübergreifendes Wissensgebiet, das Maschinenbau, Elektrotechnik/Elektronik und Informatik zusammenführt. Diese interdisziplinäre Kombination erlaubt es, intelligente Maschinen zu konstruieren, welche selbstständig Aufgaben erfüllen können und robust gegenüber eventuell auftretenden Störungen und Fehlern sind. 

Mechatronik – integraler Bestandteil des Alltags 

Der Gedanke der Mechatronik ist heute schon so verbreitet, dass er uns tagtäglich begegnet, ohne dass wir Notiz von ihm nehmen: Sei es das neue Auto, das vom Tempomat, der Motorelektronik, ja selbst der Klimaregelung und dem Hybridantrieb bis hin zu Assistenz- und Sicherheitssystemen ein ganzes Spektrum von mechatronischen Komponenten beinhaltet. Oder seien es Bedarfsgüter aus dem Supermarkt, die in automatisierten Industrieanlagen gefertigt und abgepackt werden. Genau diese Anlagen werden nach mechatronischen Aspekten entworfen. 

Dazu erlernt die/der MechatronikerIn das Konstruieren mit modernen 3D-CAD-Systemen, fertigt mechanische Komponenten in der Werkstätte, erstellt Schaltpläne, verdrahtet Verteilerschränke, testet Sensorik im Labor, programmiert Steuerungen (SPS) und Industrieroboter, bereitet und verarbeitet Messdaten und führt Reglerentwürfe für die Automatisierung industrieller Prozesse durch. 

Berufsaussichten 

MechatronikingenieurInnen sind in der Lage, aufgrund ihres fächerübergreifenden Wissens aus den Bereichen Mechanik, Elektronik und Informatik Methoden und Werkzeuge aus Einzeldisziplinen zu verknüpfen und Schnittstellenprobleme zwischen diesen Bereichen zu lösen. Eine ausgeprägte Teamfähigkeit ist eine der wichtigsten Kompetenzen der/ Mechatronikingenieurin/des Mechatronikingenieurs. 

Die Bandbreite für die Berufswahl ist damit eine der höchsten von allen ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen. 

Der Unterricht in Laboratorien und Werkstättenlabors sowie vertiefende Konstruktionsübungen sind besonders geeignet, die Schnittstellen der einzelnen Bereiche aufzuzeigen und entsprechende Lösungen zu erarbeiten.

Nach einer Praxis von 3 Jahren kann die Standesbezeichnung „IngenieurIn“ erworben werden, die EU-weit anerkannt ist. Diese Anerkennung auf Diplomebene nach der Richtlinie 92/51/EWG bedeutet, dass die österreichische BHS-Matura in Europa einer Matura mit zusätzlicher postsekundärer Ausbildung (z. B. zwei Jahren universitärer Ausbildung) gleichgestellt ist. 

Tätigkeitsfeld 

AbsolventInnen der höheren Abteilung Mechatronik sind unter anderem befähigt, aufgrund ihres ingenieurwissenschaftlichen Wissens in folgenden typischen Tätigkeitsfeldern zu arbeiten: 

  • Entwicklung mechatronischer Produkte und Systeme
  • Modellbildung und Simulation von mechanischen und elektronischen Systemen
  • Entwicklung von Software für technische Geräte und Komponenten
  • Inbetriebsetzung, Betrieb und Wartung technischer Systeme sowie Programmierung von Robotern.
  • Projektleitung
  • Beratungstätigkeiten in Industrie- und Dienstleistungsunternehmen
  • Verkauf und Schulung

Kontakt

Abteilungsvorstand DI Dr. Bertram Christian GEIGL

GEIB

ta.slew-lth@lgieg.martreb

07242 65801 214


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