Drogen und damit einhergehende Beschaffungskriminalität sind der Hauptgrund für Inhaftierungen in der Justizanstalt Wels, erfahren die Schülerinnen und Schüler der 5AHIT beim Besuch in der im Volksmund „Hotel Hamerling“ genannten Justizanstalt Wels. Mehr als 180 Insassinnen und Insassen, wobei weit mehr als 90 Prozent männlich sind, sitzen höchstens 18 Monate hier ein und werden im besten Fall resozialisiert, wie das Wachduo Zachbauer/Mittermair beim rund zweistündigen Rundgang erklärt. Jedoch sei die Rückfallquote hoch. Doch auch einige Häftlinge in Untersuchungshaft würden betreut, da kann schon ein Mordfall darunter sein.
Rund die Hälfte der Häftlinge arbeitet im Haus, manche Freigänger auch außerhalb, jedoch könnten nicht alle mit dieser Art von „Freiheit“ umgehen, erfahren die 24 ITler:innen. Dann heißt es wieder ab in den geschlossenen Vollzug. Die Schülerinnen und Schüler mit den Begleitlehrern Richard Leitner, Matthias Hirsch und Dietmar Spöcker sehen Zellen (die höchstens mit sechs Personen belegt sind), den „besonders geschützten Haftraum“, Arbeits- und Besucherräume und einige andere Einrichtungen. Alkohol, Drogen und Handys sind natürlich verboten, als einzige Zerstreuung gibt es kleine Fernsehgeräte und ein Stunde Hofgang, dazu eine Bibliothek und einen Sportraum. Also ein Hotel sieht deutlich anders aus, resümieren die jugendlichen Besucher:innen, die sich durchaus beeindruckt zeigen.


